Teilnehmer: Anja, Dieter, Matthias, Siegi
Tourenleiterin: Gabi
Aufstieg: 1.450 Hm, 15 km, 9 h mit Pausen
Der Wetterbericht am Morgen machte uns Hoffnung. Nachdem es die Nacht über noch kräftig geregnet hatte, sollte es nun ein mitunter sonniger und trockener Tag werden.
Am Ausgangspunkt, dem Wanderparkplatz in Lechaschau, genossen wir schon die ersten Sonnenstrahlen und waren guter Dinge, aber als wir die Costaries Kapelle hinter uns ließen und weiter den steilen Bergpfad höher stiegen, hüllte uns schon dichter Nebel ein. Wir passierten den Feuerkopf und das Turejöchle mit nur seltenen Weitblicken. Die kleine Blachenspitze ließen wir rechts liegen und kämpften uns dann weglos eine steile Grasflanke zum Sattel zwischen den Blachen hoch. Von einigen Trittspuren abgesehen, ging es meist weglos weiter auf der Suche nach dem Gipfel der hohen Blache, was ohne Sicht gar nicht so einfach war. Aber schließlich wurden wir fündig. Von hier ging es direkt über den meist schmalen Grat weiter Richtung kleine Gehrenspitze, die sich nur manchmal sekundenweise zeigte. Ein ständiges Auf und Ab folgte, wir meisterten eine kurze 2er Stelle im Abstieg und folgten undeutlichen Trittspuren wieder steil hinauf zur kleinen Gehrenspitze. Hier erwartete uns dann ein etwas waghalsiger Abstieg an einer gefühlt senkrechten Felsflanke, bevor es wieder steil bergan zu unserem Ziel, der hohen Gehrenspitze, ging. Der Panoramablick fiel leider aus, vermieste uns aber weder die gute Laune noch den Appetit an unserer Brotzeit. Die Aussicht auf eine gemütliche Einkehr in der Gehrenalpe ließ uns bald wieder aufbrechen und so stiegen wir über den Normalweg, also über die Nordschulter zur Südrinne ab, weiter hinab zum Gehrenjoch und zum ersehnten Einkehrort der Gehrenalpe. In der Zwischenzeit hatte sich der Nebel größtenteils verzogen und wir genossen nun ausgiebig den Sonnenschein auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen. Der weitere Abstieg führte und durch Wald und über Wiesen zurück zum Ausgangspunkt der Tour.
Rückblickend waren wir uns alle einig. Es war eine spannende, anspruchsvolle und eine nicht ganz alltägliche Tour, trotz des Nebels oder vielleicht gerade deswegen.
Text: Gabi
Fotos: Gabi