Teilnehmer: Dieter, Gabi, Irene, Marina
Tourenleiter: Siegi
Aufstieg: 1380 Hm, Gesamtstrecke: 15 Km, Aufstiegszeit: 3.50 h mit Pausen
Obwohl es am Morgen regnete und auf der Fahrt nieselte, ließen wir uns nicht irritieren und starteten in Griesen zu unserer ausgedehnten und einsamen Rundtour. Wir folgten dem „griesgefüllten“ Bachbett der Naidernach und nur mit dem Navi war klar, welches der Abzweig zur Schellschlicht ist, da kein Schild darauf hinweist. Kurz vor der Klamm der Schellleine zweigt ein Pfad nach rechts ab, wo man wieder genau schauen muss, wenn man, wie wir, die Tour gegen den Uhrzeigersinn gehen will, was empfehlenswert ist. Der Pfad geht zunächst steil etliche hundert Höhenmeter durch den Wald bergauf, wird dann wieder flach und folgt der Steilflanke, z.T. recht ausgesetzt. Nach einer Schuttreiße mit Seilversicherung kommt erneut ein Steilanstieg, diesmal durch Latschen. Flacher zieht nun der Steig zum Sunkensattel auf 1762 m hinüber. Waren wir bisher im Nebel ohne Sicht gelaufen, ließ sich nun erahnen, wo die Zugspitze im Süden sein könnte, nach Osten waren zumindest Friederspitz und Frieder zu sehen. Vor dem Gipfel war noch eine erodierte Steilrinne im „sandigen Geschröf“ zu bewältigen. Auch vom Gipfel aus war die Sicht kaum besser und ein kalter Wind blies nur die Wolken auf der Nordseite weitgehend davon. Zum Abstieg liefen wir zuerst lang und genüsslich am Gratrücken entlang nach Südwesten, wobei auch hier Trittsicherheit gefragt war. Ab dem Schelleck, auf einer Höhe von 1450 m geht der Steig dann durchgehend 650 Hm durch den steilen Bergwald bergab, mit so vielen Kehren, dass es einem schier schwindlig wird. Am Ende des Steilhanges führt dann als Zugabe ein schmaler Steg über die Klamm der Schellleine.
(Text und Fotos: Siegi)