22.03. bis 24.3.2026 – Skitour: Franz-Senn-Hütte

Am Sonntagmorgen um 4:30 Uhr kam der Anruf von Michi, dass er Tags zuvor am Auge genäht worden sei und aufgrund der Schwellung nichts sehe. Da waren wir nur noch zu fünft. Wir fuhren bei gutem Wetter nach Sedugg (Neustift) ins Stubaital. Der Aufstieg zur Franz-Senn Hütte ist mit 7 km und 700 hm mit  Hochtourenausrüstung recht lang. Die südostseitigen Hänge von Horntalspitze usw. waren alle aper. Nachdem das Quartier bezogen war, gingen wir Richtung Sommerwandferner, wo wir auf einem kleinen Gipfel mit Gipfelkreuz waren. Da dieser keinen Namen hatte, wurde er kurzerhand Lechar Köpfle getauft. Zurück ging es bei bestem Schnee zur Hütte. Nach 12 km und 1270 hm war Tag eins bei sonnigem Wetter beendet. Am nächsten Tag wollten wir die Ruderhofspitze besteigen. Es gab eine kleine Wetterstörung und immer wieder zogen Wolkenfelder über die Gipfel. Nach zwei Steilstufen wurde der Alpeiner Ferner südseitig überquert und zur oberen Hölltalscharte aufgestiegen, die als Skidepot genutzt wird. Wir versuchten noch ohne Steigeisen über das verblockte Gelände zum Gipfel aufzusteigen, dieses war aber aufgrund der Ausgesetztheit und Vereisung zu risikoreich. Da die Wetterlage (Sicht) sich verschlechterte, brachen wir auf 3300 m ab, um bei guter Sicht unsere Spuren in den frischen Schnee zu zeichnen. Tag zwei war nach 17,5 km und 1200 hm beendet.  An Tag drei ging es mit dem gesamten Gepäck zur sehr steilen  Oberisser Scharte, ca. 300 hm oberhalb der Franz-Senn Hütte. Oben angekommen eröffnete sich uns ein super Hang, der alleine schon die Mühe wert gewesen wäre, diese Variante zum normalen Hüttenabstieg zu wählen. Wir fuhren ab und entledigten uns auf ca. 2000 Metern der schweren Hochtourenausrüstung, legten ein Depot an und stiegen mit leichtem Gepäck zum Schimmennieder und Basslerjoch. Bei bestem Wetter ging es schnell bergan trotz Spurarbeit. Die breiten unbefahrenen Hänge ließen unser Herz höher schlagen und – so viel sei verraten – wurden wir nicht enttäuscht. Eine steile Gipfelrinne ließ uns 50 m unter dem Gipfel auf Grund der Altschneeproblematik nicht sicher weiterkommen. Toni hat es auf den kurzen Nenner gebracht: über 1000 hm gilt es als Skitour 😊. Die Abfahrt war gigantisch, toller Schnee, beste Sicht, was will man mehr? Nachdem wir unsere Ausrüstung wieder in den Rucksack getan hatten, ging es durch ein sehr unangenehmes Latschenfeld zur Oberisser Alm und von dort weiter zum Parkplatz. Tag drei waren nochmals 13,7 km und 1010 hm. Zusammenfassend war es ein sehr gelungener Ausflug, wo man gerne nochmals hinfährt, obwohl es eine sehr große, aber sehr gut geführte Hütte ist. Besonderheiten außerhalb der Tour waren ein Blitzer auf der Hinfahrt und dann war noch jemand aus unserer Gruppe, der die Hüttenschuhe eines Alpinpolizisten „geborgt“ hatte.

Teilnehmer waren: Toni Ott, Stefan Vohl, Stefan Geissenhof, Thomas Fischer und Bernhard Lippert

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