Multimediavortrag von Luis Stitzinger & Alix von Melle: Mount Everest 8.848 m – Ewiger (Alb-)Traum

Eine Existenz zwischen „König der Berge“ und „Bergtourismus-Ballermann“

(Veranstalter: Deutscher Alpenverein Sektion Füssen)

Nach einer der todbringendsten Saisonen im Frühjahr 2019 am höchsten Berg der Welt, in dem sich das mediale Interesse anhand von Bildern endloser Warteschlangen und zurückgelassener Leichname förmlich überschlug, wurde weltweit scharfe Kritik an der derzeitigen Besteigungspraxis geübt. Aber auch Befürworter traten vehement dafür ein, dass sich die Sensationspresse nur auf Tote, Warteschlangen und Umweltverschmutzung konzentriere und nicht die Realität darstelle.

Was ist wirklich los am Everest? Woher hat der Berg nur diesen Nimbus? Steigt man auf dem Weg zum Gipfel über Leichen? Leben die Bergsteiger am Everest auf selbsterschaffenen Müllhalden? Gibt es keine Bergkameradschaft mehr, wenn es um den Gipfelerfolg geht? Muss man stundenlang anstehen, um auf den höchsten Punkt zu gelangen? Was ist der Sinn des Ganzen?

Diesen und anderen Fragen widmet sich das Füssener Bergsteigerehepaar Alix von Melle (47) und Luis Stitzinger (50) in ihrem neuesten Vortrag. Nachdem sie 2015 gemeinsam zu einem Versuch über die tibetische Nordseite des Berges aufgebrochen waren, wurden sie vom stärksten neuzeitlichen Erdbeben der Himalaya-Region jäh angehalten und mussten aufgeben. 2019, vier Jahre später, kehrte Stitzinger als Bergführer einer internationalen Expeditionsgruppe zurück und erreichte mit seinen Teilnehmern erfolgreich den Gipfel. Ihre Erfahrungen bringen sie in eine 90-minütige Multimediashow mit bildgewaltigen Eindrücken, fesselnden Videos und bewegenden Live-Dialogen ein und versucht dabei ein möglichst objektives Bild von den Zuständen am höchsten Berg der Welt zu zeichnen.
Mit sieben, ohne künstlichen Sauerstoff bestiegenen Achttausendern gilt Alix von Melle als erfolgreichste deutsche Höhenbergsteigerin. Luis Stitzinger hat deren neun erklommen und zählt mit seinen spektakulären Skiabfahrten an sechs Achttausendern zu den bedeutendsten „Big-Mountain-Skier“ der internationalen Szene. Die meisten ihrer Gipfel haben sie zusammen als Paar bestiegen.

Termin: Freitag 31. Januar 2020 im Schloßbräu Schwangau um 20:00 Uhr.
Kartenreservierung über vortraege@alpenverein-fuessen.de.


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