23.10.2020 – Bergsteiger: Kuchelbergspitz 2020 m, Kuchelbergkopf 2023 m – Überschreitung, Ammergauer Alpen

Teilnehmer: Gabi, Martina, Siegi

Bevor der Föhn zusammenbricht haben die Wetterfrösche Probleme mit der Vorhersage. Deshalb ist es vernünftig den besten Wetterbericht herauszusuchen und sich nicht durch angesagten Dauerregen abschrecken zu lassen. So machten wir uns, allen widrigen Voraussagen zum Trotz, auf mit dem Fahrrad ins Elmaugries zu fahren, um Frieder und Friederspitz zu besteigen. Bald wurden wir allerdings von einem Trassierband und einem freundlichen Jäger aufgehalten, weil ausgerechnet hier und heute zum Jagen geblasen wurde. Kurz entschlossen disponierten wir um und nahmen die Überschreitung von Kuchelbergspitz und Kuchelbergkopf ins Visier. Dazu mussten wir das trockene Bachbett des Elmaubaches durchqueren und dann die Räder eine steile Böschung hinauftragen, um so durch den Wald den Fürstenweg zu erreichen.
Das Navi zeigte, dass es nun nicht mehr weit bis zum Einstieg zu unserer Tour sein konnte. Aber schon standen wir vor dem nächsten Trassierband. Nun aber war das Glück uns hold, denn der kleine Pfad, der von der Forststraße abzweigt, und den man, unbeschildert wie er ist, leicht übersehen kann, führte gerade vor der Absperrung nach oben in den Wald hinein. Begleitet von Hundegebell aus den Tiefen des Waldes stiegen wir in weiten Serpentinen den Südosthang der Kuchelbergspitz hinauf, fast immer in der Sonne, die sich nur ab und zu hinter hohen Wolken versteckte. Wir freuten uns, dass wir auf den richtigen Wetterbericht gehört hatten und genossen die Farbenpracht der rotbrauen Buchen und gelben Ahornbäume. So gelangten wir auf den Rücken östlich der Kuchelbergspitz und über diesen mit herrlicher Sicht nach Norden und Süden zum Gipfel. Erst hier oben blies der Föhn spürbar und begleitete uns auch weiter hinüber zum Kuchelbergkopf. Der Abstieg hinunter ins Kuchelbachtal und hinaus zu den Fahrrädern zog sich hin, aber wir waren sehr zufrieden mit dieser langen, abwechslungsreichen Rundtour.

[Text und Fotos: Siegi]

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