09.08.2018 – Bergsteiger: Habart 2294 m + Hochpleisspitze 2349 m, Lechtaler Alpen

Tourenleiter: Hans K.,
dabei waren Anni, Gabi, Martina, Michael G., Michael P., Peter, Stephan und Walter

Abfahrt 07:00 Uhr bei wolkenlosem Bergwetter, Abmarsch 08:30 Uhr in Pfafflar 1619 m am Fuße des Hahntennjochs, dem Übergang vom Lechtal nach Imst im Inntal. Der Aufstieg am Heuersteig führte durch Wald, Wiesen und Lawinenverbauungen zum Gedenkkreuz 2120 m, das an die Lawinenkatastrophe vom Februar 1984 erinnerte, die glücklicherweise keine Menschenleben gefordert hatte. Auf dem Gratrücken wanderte man mal gemütlich, mal steiler weiter zum Gipfel des Habart 2294 m. Dann stiegen wir 80 Hm hinunter ins Schlechtjöchle 2208 m, nun moderat weiter und am Schluss steil auf die teils felsige Hochpleisspitze 2349 m. Inzwischen kündigten Fönfische und kalter Wind den Wetterumschwung des nächsten Tages an und drängten zur Verkürzung der Mittagspause. Von hier ging´s gemütlich hinunter ins Plattjoch 2223 m, wo die unangenehme Abstiegsetappe begann: über 400 Hm Steilgras mit Fels, ohne Weg, nur zeitweise an Trittspuren erkennbar, teilweise durch manns(frau)hohe Stauden, über erhebliche Felsbrocken und tiefe Löcher. Zwei Teilnehmer brachten als Abstiegsalternative die Gratfortsetzung zum Steinjöchle am Verbindungsweg von Hahntennjoch und Anhalter Hütte ins Spiel, wo aber die AV-Karte nicht den geringsten Pfad aufzeigt und die Führerliteratur vor handfester Kletterei warnt. So wurde die Alternative als nicht überzeugend abgelehnt und nach einer guten halben Stunde Schinderei erreichten wir das Hahntennental und schließlich auf sanftem Weg nach weiteren 20 min unseren Ausgangspunkt. Im Gasthaus Pfafflar regenerierten wir uns mit Eis, Eiskaffee, Cappuccino, Kuchen und sonstigen Getränken bei angenehmen Temperaturen, um uns dann auf den Heimweg durchs tropische Unterland zu machen.
Insg. ca. 4 ½ Std., ca. 830 Hm

[Fotos: Peter, Text: Hans]

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